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My Weddingday

Hochzeit N+J-240

 

Am 19. Oktober 2013 durfte ich das erleben, wovon ich schon als kleines Mädchen geträumt habe. Ich war nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich eine Prinzessin und heiratete meinen Prinzen. Umringt von unserer Familie und unseren liebsten Freunden haben wir unser Fest der Liebe gefeiert. Unfassbar viele Menschen haben dazu beigetragen, dass dieser Tag unvergesslich und einzigartig wurde. Es war schöner als wir es jemals hätten planen können und ich durfte lernen, dass man zwar viele schöne Momente inszenieren kann, das Geheimnis aber darin liegt die besonderen Momente wahrzunehmen, die niemand auf dieser Erde planen kann. Das was zählt ist nicht das makellose Kleid, der gute Wein oder die Perfektion der Dekoration. Was bleibt sind die unbezahlbaren Erlebnisse,
die Liebe im Herzen und (hoffentlich) das leuchten in den Augen der Braut.

Unser persönliches Herbstmärchen wurde wahr und ich wünsche jeder Braut, dass sie ihre individuelle Traumhochzeit erleben darf.

Hochzeit N+J-206

Dreamdays

Heute ist der 19. August und in genau zwei Monaten ist der 19. Oktober, der Tag unserer Hochzeit. Die kostenlosen App „Dreamdays 365“ zeigt mir jeden Tag an, wie viele Tage es noch bis zur Hochzeit sind. Um die Wartezeit zu verbildlichen habe ich mir auf ein dickes Lederband einen Countdown abgemessen, jetzt fädele ich jeden Tag Perlen auf und wenn die Kette vollständig ist, dann ist der 19. Oktober. Irgendwie ist doch jede Braut noch ein kleines Mädchen mit großen Träumen….Fotokette

Spitzentraum

spitze

Spitze hat heute meinen Tag gerettet! Olga vom Dekoverleih Rafinesse bei dem ich einige Dekoration für unsere Tische, sowie die Kirche leihe hat mir vor zwei Wochen eine weitere liebenswürdige Frau aus der Gegend empfohlen, die wunderbare Spitze zu ebenso wunderbaren Preisen verkauft.
Nachdem in den letzten Tagen nicht alles perfekt lief und ich zwischendurch gar keine allzu große Lust mehr auf das ganze wunderbare Hochzeitszeugs (das ich ja sonst so liebe) hatte, bin ich heute mir dröhnendem Kopf und mäßiger Laune zu Tanja gefahren. Tanja kauft Spitze in großen Mengen aus den USA und aus England und verkauft sie hier in Bielefeld, sowie auf ebay (leider konnte ich ihren Shop gerade nicht ausfindig machen sonst hätte ich ihn euch zu gern empfohlen). Sie hat keinen besonderen Verkaufsraum, keine Öffnungszeiten… Bei ihr darf man noch einen Termin vereinbaren um sich in ihrem Privathaus von einer Vielzahl verschiedener Spitze in allen Farben verzaubern zu lassen. Natürlich ist es bei all der Auswahl gar nicht so leicht sich zu entscheiden. Aber allein die pure Schönheit zu sehen, diese filigrane Spitze zu berühren und die Farben zu bewundern macht glücklich.
Nun weiß ich wieder – alles wird gut… Am liebsten würde ich mein Papiertütchen voller auserwählter Spitze in Royalblau, zartem Babyblau, dunklem Braun, Creme und Weiß mit ins Bett nehmen und mich einfach nur freuen – über all die Schönheit.

Schönheit wird eines Tages noch die Welt retten, davon bin ich überzeugt. Mich rettet sie immer wieder und bringt mich bei all der Unruhe zurück zu den wirklich wichtigen Dingen im Leben: Liebe und Schönheit!

35 Ehejahre

35 jahre ehejahre

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Am 17. Juni 1978, vor genau 35 Jahren haben meine Eltern Christa & Hartmut geheiratet. Heute Morgen am Telefon habe ich meine Mutter gefragt was damals am Hochzeitstag das Wichtigste war. Sie konnte sich leider nicht mehr an viel erinnern was sie aber noch wusste: Eine hohe Priorität lag damals auf der Tortenkunst. Wahrscheinlich war eine Dorfhochzeit in den 70er Jahren im Hohenlohekreis die Gelegenheit für jeden Hobbybäcker aus dem Verwandten- und Freundeskreis seine Fähigkeiten zu beweisen. Außerdem war es wichtig, dass jeder Gast ein männlich- bzw. weibliches Gegenstück hatte. Wer zum Zeitpunkt der Hochzeit keinen Partner hatte, dem wurde kurzerhand jemand zugeteilt. Nicht selten haben sich demnach auf Hochzeitsfeiern weitere Paare für die Zukunft gefunden. So eine Hochzeit war also nahezu ein Verkupplungsfest.

Ich bin sehr stolz meine Eltern als Vorbild nehmen zu dürfen, 35 Jahre verheiratet zu sein war sicherlich nicht immer einfach und schön. Leider enden ja viel zu viele Ehen weit vor solchen Jubiläen. Im Jahr 2048 werden wir wissen, ob auch Nathanael und ich unseren 35. Hochzeitstag feiern dürfen…

 

Wer Ja sagt…

 

Bild 2

… darf auch Tante Inge ausladen. Dies ist der Titel einer wunderbaren, humorvollen und entspannenden Lektüre für zukünftige Hochzeitspaare. Der Autor Thomas Sünder ist Hochzeits-DJ und erzählt gekonnt von vielen schönen und ebenso von misslungenen Hochzeitsfesten. Völlig unverblümt und schrecklich komisch erzählt und mit vielen praktischen Tips für deinen einmaligen Tag.  Der Autor selbst schreibt:
Liebes künftiges Brautpaar, mit den Ratschlägen aus meinem Buch kann Eure Hochzeitsfeier gar nicht schief gehen! Es wird mit Sicherheit ein tolles Fest und ich wünsche Euch viel Spaß beim Lesen der kleinen und großen Katastrophen, die Euch erspart bleiben werden.

Ich selbst habe viel aus diesem Buch lernen dürfen. Zum Beispiel habe ich soeben das werfen des Brautstraußes mit einem Staubtuch geübt, habe mich entschiedenen keinen Singletisch in meinen Sitzplan einzubauen, durfte feststellen, dass Currywurst als Mitternachssnack besser ankommt als überzuckerte Sahnetorte und offizielle Tanzpausen der absolute Stimmungskiller auf jeder Party sind…

Not alone

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Wir haben das große Privileg viele Menschen zu kennen, die uns professionell mit ihrer Erfahrung und ihrem Potential unterstützen bei der Planung und Durchführung unserer Hochzeit zu unterstützen. Ich wünsche dir, dass du auch ein derartiges Netzwerk von Freunden um dich hast auf die du dich verlassen kannst, denen du vertraust und von denen du dir gerne helfen lässt. Es ist nicht immer einfach zu entscheiden wer bei deiner Hochzeit in welcher Position ist. Neid, Missverständnisse und Enttäuschung sind selbst im engsten Freundes- und Familienkreis leider keine Seltenheit. Zu allererst solltest du den Anspruch ablegen es allen recht machen zu wollen. Diesen Anspruch pflege ich in meinem Leben leider viel zu oft, diejenige die darunter leidet bin dann aber auch meistens nur ich selbst.

Für mich sind Bräute immer im Ausnahmezustand und haben einen Sonderstatus an Gnade verdient. Einer Braut ist fast alles erlaubt, ihr wird alles sofort vergeben, jede Träne getrocknet und so mancher Ausraster akzeptiert. Voraussetzung dafür ist, dass du als Braut diesen Sonderstatus nicht auszunutzen versuchst. Der Grad zwischen – alles dreht sich um mich – & -ich nutze diese Situation mal so richtig aus um mir alles auf einem Silbertablett reichen zu lassen –  ist extrem schmal. Deshalb ist es umso wichtiger, dass die Menschen die um dich sind dich sehr gut kennen, einschätzen können und trotz allem lieben.

Überlege dir gut wer was für deine Hochzeit machen soll, triff dich persönlich mit jeder Person oder Personengruppe, lade sie zum essen ein oder führe sie in ein Café aus. Erzähl ihr von deinen Plänen und frag freundlich an ob sie sich vorstellen könnte diese oder jene Aufgabe zu übernehmen. Dann ist es wichtig klar und deutlich deine Vorstellungen zu kommunizieren und der Person einen klaren zeitlichen, finanziellen und kreativen Rahmen zu setzten in dem sie sich bewegen und ausleben darf. Werde nicht zum Kontrollfreak.

Nur wenn du der Person wirklich vertrauen schenkst wirst du nachher überrascht sein wie viel Liebe, Leidenschaft und neue Ideen sie mitbringt und deinen Tag somit noch schöner und individueller werden lässt. Besprecht ob ihr euch zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal zu einer Lagebesprechung trefft, bei manchen Aufgabenbereichen kann das sehr sinnvoll sein (dieses Vorgehen gilt übrigens auch bei externen Dienstleistern). Damit jeder weiß was er zutun hat und wen er bei gewissen Fragen ansprechen darf (nicht jede Frage muss bei euch ankommen, wer gut koordiniert und delegiert darf viel entspannter sein) ist es sinnvoll eine Art Mind-map zu erstellen. Meine weddingmap ist ein Beispiel dafür wie so etwas aussehen könnte. Sie hilft dir den Überblick zu bewahren und sorgt bei allen beteiligten für Struktur. Verteile nicht nur Aufgaben, sondern beauftrage auch Menschen die auf deine Seele und dein Herz achten, dich liebevoll darauf hinweisen dürfen wenn du dich schräg verhälst und die dich einfach in den Arm nehmen dürfen wenn dir alles über den Kopf wächst. Ein gut funktionierendes Netzwerk von Freunden, Familie und außenstehenden Dienstleistern ist unumgänglich, wenn du nicht die ganze Planung deiner Hochzeit an einen Weddinplanner abgeben möchtest. Konzentriere dich im der Vorbereitungsphase deines großen Tages auf die Menschen die dir gut tun, dich ermutigen und sich mit dir freuen!

Inna Abramson – Der Verlobungsring

Es ist mir ein großes Anliegen euch die Geschichte meines Verlobungsrings zu erzählen. So besonders und einzigartig wie der Ring ist auch sein Designer – Yaniv aus Tel Aviv. Nathanael war für sechs Wochen in Israel unterwegs. Für eine Woche war ich ebenfalls dort, in dieser Zeit hat er mir sehr romantisch auf einem Berg über dem See Genezareth den Heiratsantrag gemacht. Den Ring hat er nur wenige Tage zuvor in Jaffa (einem alten Stadtteil von Tel Aviv) gefunden. Nach langer Suche nach dem passenden Ring war der Besuch bei  – Inna Abramson, das Label ist nach Yaniv’s Frau Inna benannt,  eine Oase. Bei Nathanaels erstem Besuch zeigte Yaniv ihm seinen Laden und erklärte ihm seine Spezialität, Schmuck aus Seide. Am nächsten Tag kam Nathanael wieder in seinen kleinen Laden in der Altstadt und war fest entschlossen mir einen Ring aus Seide anfertigen zu lassen. Yaniv musste ihn enttäuschen, für Ringe ist Seide nicht das passende Material. Nach weitere 1,5 h die Nathanael bei Yaniv verbrachte, holte er plötzlich einen Ring hervor. Er meinte: „Einen hätte ich da noch, es ist ein Einzelstück!“ Genau der Richtige!

Dieser Ring ist einzigartig und außergewöhnlich – er passt also perfekt zu mir…

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Eine Woche später, nachdem der Ring seine Erfüllung an meinem Finger gefunden hatte durfte ich den Designer persönlich kennenlernen, ihm danken und seine Schmuckkunstwerke bewundern,

Yaniv Valentino ist gelernter Industriedesigner, nachdem er bis Mitte 30 viel gereist ist und 12 Jahre einen mehr oder weniger langweiligen (seine Worte) Bürojob gemacht hat, hat seine Frau die Leidenschaft für Schmuck in ihm freigesetzt, sie selbst kommt aus einer Künstlerfamilie. Was für eine schöne Geschichte, denn ist nicht genau das der Sinn von Partnerschaft und Ehe, sich gegenseitig zu bereichern und zu Dingen zu ermutigen die man selbst vielleicht nie entdeckt hätte?

In seinem Kopf habe er 10 000 Ideen, erzählt er. Viele davon lassen sich leider nicht umsetzten…

Die Ideen müssen über Jahre in seinem Kopf reifen, bis er das passende Material und die Machart weiß und sich dann hinsetzt und ausprobiert – „dieser Prozess ist endlos“ fügt er hinzu. Inspiration bekommt er von überall, nicht zuletzt von seinen Reisen. Er versichert beste Qualität seiner Produkte und garantiert einzigartigen Service. Auch mir hat er gesagt, dass ich den Ring jederzeit schicken kann, falls etwas nicht mehr seinem Qualitätsanspruch entspricht. Als wir unsere Reiserucksäcke wieder nehmen und uns verabschieden sagt er: „Ihr erinnert mich an mich selbst vor vielen Jahren, also ich so oft es ging gereist bin, schaut euch so viel wie möglich von der Welt an, Geld kommt immer irgendwie – genießt euer Leben einfach gemeinsam! Und in ein paar Jahren kommt ihr mit ein paar Kindern wieder.“ Ich denke nicht, dass es so lange dauern wird bis wir wieder einmal dort sind (aber mit den Kindern wird es noch eine Weile dauern). Ich empfehle jedem bei einem Aufenthalt in Israel Inna Abramson in Old Jaffa zu besuchen. Falls ihr gerade nicht die Möglichkeit habt selbst vorbeizuschauen, könnt ihr euch hier einige seiner Schmuckstücke anschauen und auch nach Deutschland schicken lassen. Übrigens: Vielleicht wird bald auch schon in Lübeck ein Inna Abramson-Store eröffnet.

 

It’s my time

nathanael + jennyIn den letzten Jahren durfte ich an vielen verschiedenen Hochzeiten mitwirken, bei jedem Paar habe ich meine individuellen Ideen eingebracht und durfte dazu beitragen, dass einer der schönsten und entscheidensten Tage ihres Lebens Wirklichkeit wird.

Nun darf ich endlich auch meine eigene Hochzeit so umsetzen, wie ich sie seit Jahren in meinem Träumen und Vorstellungen in mir trage.

Die wichtigste Person dabei ist mein wunderbarer Verlobter Nathanael. Er ist der Mann, der alle meine Wünsche eines Partners übersteigt, der mich in meinen (manchmal sehr schrägen) Träumen unterstützt und mich bestärkt die Frau zu werden, die ich sein kann.

Innerhalb der nächsten Monate (es sind wahrscheinlich nur noch knapp 6)  werde ich euch in unsere Planung mit hinein nehmen, euch Menschen vorstellen die uns unterstützen und praktische Tipps veröffentlichen.

Mir ist bewusst, dass meine Art von Hochzeitsplanung allen bisher bekannten Ratgebern und Zeitplänen widerspricht. Doch unser Ziel ist es, eine Hochzeit (und somit auch schon die Verlobungs- und Planungsphase) so individuell wie möglich zu gestalten. Es ist unser Tag und wir werden alles genau so machen, wie unsere Herzen es uns aufgetragen haben.

Es ist unsere Hochzeit und ich darf die Braut sein…

 

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